Neu Wulmstorf und die Region im Fokus

Vergangenheit hautnah

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Tina Dummie trampelt unwissend am Süderelbestrand auf „Bauschutt“ herum. Durch einen Bekannten  bei FB erfahre ich: es ist gar kein Bauschutt! Es sind Überbleibsel der Kriegsgeschichte Hamburgs. Es sind Reste aus dem Sommer 1943, als Operation „Gomorrha“ 277.330 Wohnungen, 580 Industriebetriebe, 2632 gewerbliche Betriebe, 80 Anlagen der Wehrmacht, 24 Krankenhäuser, 277 Schulen und 58 Kirchen in Schutt und Asche legte. Damals befestigte man die Elbufer mit diesen Resten der Gebäude inkl. Einrichtungen. Vieles davon haben die letzten schweren Stürme wieder an unsere Ufer gespült. Für Archäologen höchst interessant, für mich eigentlich auch. Und doch ist mir mulmig, wenn ich jetzt erst erkenne, auf was ich da herum getrampelt bin. In den Häusern sind Menschen gestorben, oder sie haben alles verloren…und jetzt liegen die Reste am Ufer…es sind nicht nur Steine. Man findet geschmolzenes Glas und Schlimmeres

….. Einzelheiten Quelle :http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ausgegraben-bombenschutt-an-der-elbe-a-942897.html

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8 Antworten

  1. Ich weiß nicht so recht, bin ich überrascht dass man so offensichtlich noch Dinge findet nach so vielen Jahren oder bin ich es nicht, da es so viel Zerstörung gab.
    Ich glaube ich wäre auch überrascht gewesen. Man steht da plötzlich irgendwie so mitten im Geschehen.
    Erstaunlich.

    März 4, 2014 um 19:45

    • Ja, der Sturm und das Hochwasser bringt es an den Tag…

      März 4, 2014 um 20:45

  2. Wenn man seine Phantasie darauf losläßt, ist es sicher bedrückend, aber interessant doch sicher trotzdem.
    Menschen reisen nach Pompej und besichtigen Pyramiden ohne Schrecken zu empfinden, weil es so weit weg ist, das Geschehen …

    März 4, 2014 um 22:13

    • Jo, und jetzt, da ich es weiß, fahre ich auch noch mal hin und schaue näher.

      März 4, 2014 um 23:08

  3. Ich glaube der Stein, den Du da fotografiert hast, hätte den Weg in meine Tasche gefunden. 😉

    März 4, 2014 um 23:30

    • Ja, Charlotte, aber der ist größer, als er hier wirkt. Und ich wusste ja nicht, was ich da sah.

      März 4, 2014 um 23:32

      • Ach, auf dem Bild wirkt er ziemlich handlich. So kann man sich täuschen. Wer denkt schon an so etwas, wenn man über „Bauschutt“ stolpert. Als Schweizer ja sowieso schon dreimal nicht, da wir uns ja immer mehr oder weniger elegant aus den Streitereien unserer europäischen Nachbarn rausgehalten haben.

        März 4, 2014 um 23:37

  4. Dein Fund ist ein trauriges Relikt und ein Stück Geschichte Hamburgs, mit Erinnerung an die schwerste Angriffwelle der Royal Airforce behaftet …
    Mich macht es einfach nur betroffen und traurig …

    lg aus dem Ruhrpott …

    März 5, 2014 um 05:29

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